Kehret um! Akkordumkehrungen auf der Gitarre

In vorherigen Beiträgen zur Harmonielehre auf der Gitarre ging es um Intervalle und Akkorde. Nun gehen wir ein kleinen, aber wirkungsvollen Schritt weiter. Wir werfen einen Blick auf die Anordnung der Töne in einem Akkord.

Die Grundstellung

Die Herleitung verschiedener Dreiklänge hatten wir über die Schichtung von Terzen und Quinten beschrieben. Der Grundton ist der tiefste Ton, darüber eine Terz und nochmals darüber eine Quinte von Grundton aus.

Genaueres zu Dur, Moll, übermäßigen und verminderten Dreiklängen lest ihr in dem Beitrag „Akkordarbeit im Schichtbetrieb“.

Erste Umkehrung -Der Sextakkord

Warum aber sollte der Grundton des Dreiklangs immer der tiefste Ton sein? Er ist zwar der „Namensgeber“, kann aber natürlich auch an anderer Stelle stehen. In der ersten Umkehrung wird der Grundton „zwei Etagen“ nach oben geschoben. Dadurch ergibt sich vom nun tiefsten Ton zum höchsten Ton (dem Grundton) eine Sexte.

Zweite Umkehrung-Der Quartsextakkord

Die zweite Umkehrung eines Dreiklangs schiebt nun nochmals den tiefsten Ton – nach der ersten Umkehrung ist das ja die Terz – nach oben. Es entstehen die Intervalle Quarte und Sexte. Deshalb nennt man diesen Akkord auch „Quartsextakkord“.

Weite und enge Lage

Und ein letztes zu den Akkordumkehrungen: Passt in die Akkordschichtung kein weiterer Akkordton nennt man das die „enge Lage“. Ist noch Platz für weitere Akkordtöne sprechen wir von der „weiten Lage“.

akkordumkehrungen

Warum macht man das?

Warum das „ganze Gedöns“ um die Lage einzelner Akkordtöne und deren Schichtung? Antwort: Es klingt oft besser! Die Stimmführung kann wesentlich geschmeidiger umgesetzt werden, wenn beispielsweise Basstöne einer Linie folgen können oder die Liedbegleitung ist viel raffinierter, wenn nicht nur Barreegriffe hin- und hergeschoben werden. Deswegen ist das Spiel mit Umkehrungen von Akkorden ein wichtiges Mosaiksteinchen, um unserem geliebten Holzkasten schönere Musik zu entlocken.

Lust auf eine kleine Challenge?

Hier kommen 7 Akkorde, die Du erkennen sollst. Natürlich nicht nur in C-Dur.

Wie bezeichnest Du diesen Akkord?
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