Gitarristen, die noch viel zu unbekannt sind

Hängt die Qualität eines Musikers mit dessen Bekanntheit zusammen? Ich denke nicht. Viel Gruseliges ist sehr bekannt und es gibt viele unentdeckte Musikperlen. Wir stellen drei davon vor!

 

Fritz Peischl: Kunstvoll über´s Griffbrett geschlendert

Fritz Peischl

„Meine Musik entsteht einfach beim Spielen, ist intuitiver Ausdruck von Emotionen“ sagt Fritz Peischl über seine Musik. Tatsächlich klingen die Eigenkompositionen wie mit der Gitarre in der Hand geschrieben. Da werden die Klangmöglichkeiten des Instrumentes geschickt genutzt, dürfen sich Harmonien und Medlodien im Stück entwickeln. Das ist sicher nichts für Hektiker … oder aber gerade für die. Peischls Musik ist für Zuhörer, Zeithaber und Entspanner. Die CD´s sind allesamt aus Überzeugung und mit Liebe selbst produziert. Schade, dass die letzte Veröffentlichung aus dem Jahr 2009 stammt. Erfreulich, dass Fritz Peischls Musik zeitlos ist!
www.fritz-peischl.de

 

He told me to: Indiepoppiger Looper Looping

Foto: He Told Me To

Foto: He Told Me To

Vielleicht kennt ihr das: Ein viertaktiges Muster wird gespielt, danach fummelt der Musiker irgendwas am Boden rum, wieder ein viertaktiges Muster .. bis nach ellenlanger Wartezeit endlich Ostinato über Ostinato geschichtet wurde.
Es gibt wenige Musiker, die einen Looper so dynamisch einsetzen können, dass es sich nahtlos ins Stück einfügt. Sandro Weich alias „He Told Me To“ kann das. Seinen erfrischenden Indie-Pop zelebriert er auf der Straße, auf großen Bühnen genauso wie in Wohnzimmerkonzerten. „Den Refrain muss man bei meinen Stücken nicht suchen“ sagt er. Dennoch klingt sein Songwriting nie flach, nie trivial. Häufig hört man in seinen Stücken Überraschendes und einen Schuß Melancholie. Seine neueste Veröffentlichung stammt aus diesem Jahr. Hörenswert!
www.hetoldmeto.de

 

Ulrich Uhland Warnecke: Klassisch neu erfunden

Foto: Manfred Pollert

„Unbekannt“ trifft auf Ulrich Uhland Warnecke nun nicht zu – „Noch zu unbekannt“ vielleicht hingegen schon. Mit seinen Eigenkompositionen hat sich der studierte Lautenist und Gitarrist einen festen Platz im Repertoire vieler Gitarristen erarbeitet. Solokonzerte, Tätigkeiten als Studiomusiker und Kammermusikensembles komplettieren sein musikalisches Portfolio.

Warneckes Eigenkompositionen bestechen durch Genialität im Einfachen. Hier wird nicht „sinnlos virtuos geklotzt“, sondern jede Note fein dosiert gesetzt, jede Rhythmik ausgetüftel. Das dies dennoch so leicht und unangestrengt klingt, ist große Kunst!
www.warneckemusic.de

12. 10. 17|Kategorien: vorgestellt|Tags: , , |0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar!

Twitter Facebook