Heart Songs: Tommy Emmanuel und John Knowles

Australien? Gitarre? Tommy Emmanuel ist nicht der einzige gute Gitarrist in Down Under – aber wohl derjenige, der als einem als erster bei diesen beiden Stichworten einfällt.

Der Mann ist eine Rhythmusmaschine mit unvergleichlichem Groove und verblüffender Virtuosität. Aus fast allen seinen Stücken sprüht Schnelligkeit und Power. Für sein aktuelles Album „Heart Songs“ hat er sich mit John Knowles zusammengetan und mehrere Gänge zurückgeschalten. Emmanuel und Knowles verbindet eine lange Zusammenarbeit und die Bewunderung des 2001 verstorbenen Chet Atkins.

„Johns Fähigkeiten als Arrangeur sind grandios. Er kann Musik auf eine andere Art betrachten als ich. Zusammen ergibt das eine sehr gute Chemie.“ sagt Tommy Emmanuel in einem lesenswerten Interview der Zeitschrift Gitarre & Bass. Und tatsächlich: Der Arragement-Cocktail, dien die beiden angerührt haben ist äußerst schmackhaft, gar nicht chemisch. Eher hat man das Gefühl, dass die Stücke über einen langen Zeitraum entstanden und gereift sind. Unaufgeregtes Genießen von Melodien und Harmonien prägen das Album.

„Es sind Songs, die jeder kennt und liebt“, sagt Emmanuel zu der Auswahl der Stücke. „Das, was wir machen, ist sehr speziell!“. So finden sich auf der Veröffentlichung beispielsweise mit „How Deep ist Your Love“ ein bezaubernd aufbereiter Bee Gees Hit. In „Somewhere“ halten Knowles und Emmanuel durch Tonartwechsel und abwechselnde Stimmführung den Spannungsbogen des Stückes aus der West Side Story. Auch die anderen Baladen, von „Cold, Cold Heart“ bis „Turning Home“ sind ähnlich „speziell“ arrangiert.

Der Genuss des Albums der beiden in Ehren schon „leicht“ ergrauten Herren lohnt sich auf jeden Fall!

 

 

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