Nora Buschmann ist Dozentin an den Hochschulen für Musik in Rostock und Dresden. Die vielfach preisgekrönte Gitarristin hat sich mit ihren Veröffentlichungen bereits vorher in andere Kulturkreise vorgewagt. Mit „Suite Orentale“ hat sie südost-europäische Musik interpretiert und in „Apassionata Latina“ die Musik Südamerikas. Nun also das Album „Ritmos do Brasil“, das in der Begegnung mit Musikern, Komponisten und Gitarrenbauern auf ihren Reisen nach Brasilien entstand.

Das Repertoire, das Nora Buschmann eingespielt hat, birgt viel Bekanntes: Villa-Lobos, Antonio Jobim, Baden Powell. Aber auch weniger geläufige Stücke, darunter auch ein ihr gewidmete Komposition von Fabian Zeller, haben ihren Weg auf die CD gefunden. Zwei Duo-Stücke mit dem argentinischen Komponisten und Gitarristen Ricardo Moyano, bei dem Buschmann zur Oktavgitarre wechselt, schließen die CD ab.

Buschmanns interpretatorische und technische Fähigkeiten sind über jeden Zweifel erhaben. Sie beweist sich in unterschiedlichen Ausdrucksformen stilsicher. So gelingt ihr das Baiao von Carlos Aguirre beispielsweise kraftvoll, treibend und das Prelude 5 von Villa-Lobos dann wehmütig singend.

Wir spielen die CD im Webradio.

 

Video: Nora Buschmann spielt Prelude No. 5 von Heitor Villa Lobos

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