Spiel auf der 3-Hals-Gitarre: Sechs Saiten sind nicht genug!

Was, um Himmels Willen, treibt jemanden dazu auf zwei Gitarren und einem Baß gleichzeitig zu spielen? Schwere Kindheit, keine Freunde, eine Hyperaktivitätsstörung? Nichts davon!

Nach dem Anhören der Musik von Luca Stricagnoli und Pierre Pihl glaube ich die Antwort zu kennen: Es ist die Lust an guter Musik!

Luca Stricagnoli

Experimentierfreudig war der 26-jährige Italiener Luca Stricagnoli wohl schon länger. Der Schritt, sich eine 3-Hals-Gitarre vom Gitarrenbauer Davide Serracini fertigen zu lassen war dennoch gewagt. Ob das funktioniert war nicht sicher.

Der erste Gitarrenhals ist mit 6 Saiten in Standartstimmung bestückt. Der 2. Gitarrenhals korrespondiert in offener Stimmung. Drei Basseiten kommen hinzu. Mittlerweile beschreibt Serracini das Modell stolz auf seiner Webseite und Gitarrist Stricagnoli verzeichnet 60 Millionen Views auf YouTube.

Ehrlich gesagt, zunächst dachte ich, dass das Spiel auf 3 Gitarrenhälsen einfach eine „Zirkusnummer“ ohne musikalischen Gehalt wäre. Ist es nicht. Stircagnoli spielt dynamisch, mit gutem Groove fein arrangierte und komponierte Stücke. Eine „Tapping-Allergie“ sollte man jedoch nicht entwickelt haben, denn Stricagnoli tappt, scratcht und clickt als gäbe es kein Morgen.

Webseite: http://www.lucastricagnoli.com/

Pierre Pihl

Auch Pierre Pihl Grönlund, 1990 geborener Wahlkölner, ist vom perkussiven Gitarrenstil von Steve Vai, Andy McKee und Erik Mongrain beeinflusst. Größere Bekanntheit hat der durch einen Auftritt in einer Castingshow mit Dieter B. (Name der Redaktion bekannt) erlangt. Auch er spielt drei Gitarren gleichzeitig, wobei der Bass auf dem Boden liegt und mit den Füßen bedient wird. Die zweite Gitarre liegt auf dem Schoß und wird über das Anschlagen an bestimmten Punkten gespielt. Hinzukommt eine E-Gitarre.

Und die Musik? Kommt nicht zu kurz. Wirklich nicht!

23. 11. 17|Kategorien: hingehört, vorgestellt|Tags: , , |0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar!

Twitter Facebook