Steve Hicks: Pi mal Daumen?

„Rule Of Thumb“ hat Steve Hicks sein neues Soloalbum getauft. Wir können nur darüber rätseln, was der lockere Spruch aller Hobby-Heimwerker (In Franken: Bassd scho!) mit der Einspielung zu tun hat. Denn mit schnoddrig aufgrund von „Erfahrungsregeln“ hingespielten Stücken haben die Einspielungen nichts zu tun.

Vielmehr ist Mr. Hicks ein Ragtime-Uhrwerk! Der Bass stampft sicher und die Melodie gibt exakten drive auch bei kompliziertesten Stellen. Einerseit lebt sich Steve Hicks in der US-amerikanischen Musiktradion aus, interpretiert die Musik der 1920 bis 1940 Jahren mitreißend und kommt oft mit einem musikalischen Augenzwinkern um die Ecke.

Andererseit spielt er balladenhafte keltische und irische Traditionals sehr einfühlsam. Seine Interpretation von „Down by the Sally Gardens“ beispielsweise bedient mühelos und sehr sanglich die große Melodielinie.

So lebt das Album von den beiden Polen mitreißender Ragtime-Rhythmik und verträumter keltischer Balladen. Das geht gut zusammen, weil Steve Hicks alle Stücke überzeugend spielt.
Unbedingt hörenswert!

Wir spielen das Album im Webradio

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