Gitarren statt Gewehre! Soziale Musikprojekte schaffen Perspektiven

Zugegeben, die Zeit der Weihnachtsspenden ist erstmal vorbei. Dennoch möchte ich hier Möglichkeiten der Spenden für sinnvolle und notwendige Musikprojekte vorstellen. Irgendein Anlass lässt sich bestimmt finden!

Gitarren statt Gewehre

Gitarren statt Gewehre - Brot für die Welt

Ein sehr beeindruckendes Projekt wird im Kongo von „Brot für die Welt“ umgesetzt. Zehntausende Kinder wurden in den letzten 20 Jahren als Kindersoldaten missbraucht. Ein Leben außerhalb des Zwangsdienstes an der Waffe kennen viele der Kinder und Jugendliche nicht. Sie sind von den Erlebnissen traumatisiert und fühlen sich im „richtigen Leben“ nutzlos.

In einem Projekt der Baptisten wird in einem Ausbildungszentrum die Lehre von 19 Berufen angeboten. 780 Auszubildende lernen derzeit in diesem Zentrum. Sie werden Schneider*in, Hotelfachfrau (bzw. – mann), Computerspezialist*in oder eben auch Gitarrenbauer*in.

Vital Banywesize Mukuz leitet dieses Zentrum. Er berichtet: “Viele unserer Lehrlinge sind vom Krieg traumatisiert. Es kommt häufig vor, dass jemand im Unterricht plötzlich nur noch weint und herumschreit. Andere dagegen sind aggressiv und brutal. Wir waren diesem
extremen Verhalten anfangs kaum gewachsen und wollten die Ausbildung ehemaliger Kindersoldaten und Straßenkinder schon aufgeben.

Jemand evaluierte unser Projekt und sagte, dass wir eine psychologische Fortbildung bräuchten, um zu lernen, mit diesen schwierigen Klientinnen und Klienten umzugehen. Wir begriffen, dass man traumatisierte Menschen nur ausbilden kann, wenn man sie psychologisch begleitet. Damit haben wir 2004 begonnen.“

Mehr über das Ausbildungsprojekt, die Arbeitschancen nach der Ausbildung und was Projektteilnehmende über ihr Leben erzählen erfahrt ihr hier: https://www.brot-fuer-die-welt.de/fileadmin/mediapool/2_Downloads/Projekte/DR_Kongo/Projektinformation_CBCA_DR-Kongo.pdf

 

Musiker ohne Grenzen

Musiker ohne Grenzen

„Wir glauben an die Kraft der Musik“ und „Musik überwindet Grenzen“ sind vielleicht die wichtigsten Aussagen, die der Verein „Musiker ohne Grenzen“ über sich macht. Die ersten Wurzeln wurden 2005 über einen Freiwilligendienst einer Abiturientin gelegt. Während dieser Zeit entstand ein Musikschulprojekt in Ecuador. Im folgenden Jahr unterstützten bereits 15 Studierende mit Unterricht dieses Projekt. Danach war der Verein geboren.

Inzwischen gibt es zehn Projekte in Ghana, Ecuador, Indien, Jamaika und Deutschland. Immer ist das Ziel mit Musik die Lebenswirklichkeit in sozialen Brennpunkten zu verbessern. Musik füllt zwar den Magen nicht – gehört aber zu den Grundbedürfnissen, ebnet Wege zu Selbstbewusstsein, schafft Alternativen zum sozialen Abseits. Der Verein unterstützt mit Sachspenden und vermittelt MusikerInnen für den Freiwilligendienst, bereitet sie vor und begleitet sie. Die Homepage ist informativ und übersichtlich: http://www.musikerohnegrenzen.de http://www.musikerohnegrenzen.de

 

Create your Voice

create your voice

Einen etwas anderen Ansatz als „Musiker ohne Grenzen“ hat der Verein „Create Your Voice“. Geht es bei ersterem um Sachspenden und um Vermittlung von Freiwilligen, will Create your Voice durch Kunst-, Film- und Musikworkshops möglichst viele Menschen erreichen.

Diese Workshops sollen Jugendlichen in sozial benachteiligten Lebensverhältnissen den Glauben an sich selbst und ihre Fähigkeiten stärken. Dadurch, und da sind sich die vorgestellten Projekte wiederum sehr ähnlich, sollen Perspektiven für eine bessere Zukunft möglich werden. Gemeinsam mit Partnern wurden eine beeindruckende Zahl an Aktivitäten unter anderem in Peru, Tansania und Namibia umgesetzt. Das Ergebnis der Workshops ist auf Videoclips festgehalten.

Die Filme vermitteln den Spaß, den Jugendliche ganz offensichtlich beim Dreh und beim Musikmachen hatten. Die Homepage zeigt die Filme der Jugendlichen und auch einige Songs der Musiker, die Create your Voice unterstützen. http://www.createyourvoice.org/

30. 12. 18|Kategorien: vorgestellt|Tags: , , , |

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