GuitarPro 7: Werkzeugkasten für Gitarristen

GuitarPro hat sich für viele Gitarristen zum Standardwerkzeug für Notation und Sound gemausert. Die neue Version ist nun seit ein paar Wochen im Handel. Was hat sich konkret verändert und lohnt sich das Upgrade?

Neues in Guitar Pro 7

Am auffälligsten sind die Änderungen am Interface. Neue Farben und eine zusätzliche Leiste an der rechten Seite. Die Elemente kann man flexibel ein- und ausblenden. Insgesamt wirkt die Oberfläche aufgeräumter und gefälliger.

Die Soundwiedergabe wurde durch weitere Klänge bereichert. Diese sind durch die Einstellung von Spieltechniken weiter verfeinerbar. Als Beispiel: Nylon Gitarre – Pop – Plektrum oder Nylon Gitarre – Klassik – Finger. Wunderklänge darf man von diesen Spielereien nicht erwarten. Der Unterschied ist aber deutlich hörbar und nähert sich dem Orginalklang zumindes an.

Typisch gitarristische Notationselemente wie abgedämpfte Saten, Vibrato, Bending und Tapping finden sich ebenfalls in der neuen Version.

Der Import und Export von Dateien wurde verbessert. Midi und MusicXML wurde überarbeitet und außerdem werden Audioformate wie MP3 oder OGG bedient. Importiert werden können auch Tabulaturen in den Formaten AscII, TablEdit und PowerTab.

Bei den Eingabemöglichkeiten hat sich nicht viel verändert. Noten können per Tastatur in der Tabulatur oder über ein virtuelles Griffbrett eingegeben werden. Letzteres kann jedoch nun frei skaliert werden. Eine weitere Möglichkeit ist vollständige Akkorde aus einer umfangreichen Datenbank auf das Notenblatt zu ziehen.

Oberfläche von Guitar Pro 7

Fazit

Gitar Pro ist ein mächtiges Werkzeug für das Erstellen von Gitarrennoten. Transponieren, Editieren und ansprechende Ausgabe auf Papier beherrscht die Software problemlos. Hinzukommen, und das hebt Guitar Pro von Standartnotationsprogrammen ab, zahlreiche Klangeffekte für Gitarre in der Audio-Ausgabe. Die Spezialisierung auf Gitarre ist ein Vorteil gegenüber anderen Programmen, wenn man hauptsächlich Noten und Sounds für Saiteninstrumente erstellen will. In anderen Fällen sind Boliden wie Finale oder Sibelius mächtiger.

Leider ist die Software beim Endkunden nach Erscheinen kräftig „nachgereift“. Die Übersetzung war unvollständig und häufige Abstürze haben genervt. Mittlerweile ist der Reifungsprozess nahezu abgeschlossen ;). Mit Guitar Pro 7 lässt sich gut arbeiten. Wer hauptsächlich für Gitarre arrangiert, für den ist die ganz auf die Bedürfnisse von uns Saitenzauberern abgestimmte Software eine vergleichsweise günstige und gute Wahl. Guitar Pro gibt es für Windows und Mac für 75 Euro. Das Upgrade kostet 37,50 Euro.

Eine Demo-Version ist auf der Homepage erhältlich: http://www.guitar-pro.com

14. 09. 17|Kategorien: vorgestellt|Tags: |0 Kommentare

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